DIAKONIE PFALZ. AKTUELLES. 18.07.2022

Der Dreiklang von Glaube, Liebe und Hoffnung

Festgottesdienst zur 29. Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ unter dem Motto "Hoffnung stärken"

Speyer (dwp). Unter dem Motto „Hoffnung stärken fand am Sonntag in der Gedächtniskirche der Protestation in Speyer ein Festgottesdienst für die 29. Aktion „Hoffnung für Osteuropa“. Schwerpunktland ist in diesem Jahr Georgien.

Die Hoffnung war im Gottesdienst mit jedem Ton zu hören. Musikalisch wurde der Gottesdienst von dem georgischen Chor „Gloria“ unter der Leitung von Natalia Chaganava und dem Jugendposaunenchor um Katharina Gortner unter der Leitung von Matthias Fitting gestaltet. Dekan Markus Jäckle, der designierte Bischof der Evangelischen-lutherischen Kirche in Georgien, Rolf Bareis, und Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr, eröffneten den Gottesdienst. Begleitet wurde der Gottesdienst durch Pfarrerin Corinna Weissmann, Prädikantin Gisela Helwig-Meier und Dekan i.R. Armin Jung.

Glaube, Liebe, und Hoffnung: Mit diesem Dreiklang versammle Gott alle, die auf sein Wort hören, sagte Oberkirchenrat Manfred Sutter in seiner Predigt. Gerade in diesen Tagen werde deutlich, wie wichtig die Hoffnung als vermittelnder Klang zwischen dem Oberton der Liebe und dem Grundton des Glaubens sei. In Zeiten von Pandemie, Pflegenotstand und nun auch Krieg in Europa benötigten die Menschen eine Hoffnung, die sich nicht mit den gegebenen Umständen zufriedengebe, sondern mutig gegen diese ankämpfe. Sutter hob besonders die Arbeit der georgischen Diakonie hervor, die eben diese Hoffnung in den Menschen wecke.

Das Engagement im Partnerland Georgien

1999 wurde das Evangelisch-Lutherische Diakonische Werk in Georgien als gemeinnütziger Verein gegründet. Das Diakonische Werk in Georgien arbeitet im Bereich der häuslichen Pflege und Gemeindediakonie, unterhält ein Altenheim, mehrere Suppenküchen, organisiert Lebensmittelpakete und berät Menschen mit Migrationsbiografien. 2019 hat die Diakonie Pfalz die Einrichtung „Häusliche Pflege“ in der georgischen Bergregion Dusheti initiiert und trägt diese seither. In diesem Bereich arbeiten 14 Mitarbeiterinnen, zumeist examinierte Krankenschwestern. Sie versorgen hauptsächlich ältere und alleinstehende Patienten. In der Region Dusheti, einer Bergregion an der Grenze zu Süd-Ossetien, ca. 65 km von Tbilisi entfernt, werden ca. 70 Personen betreut. Der Pflegedienst arbeitet mit den beiden Stadtverwaltungen zusammen und versorgt alle Menschen, die Hilfe benötigen, unabhängig von ihrem ethnischen oder religiösen Hintergrund. Im Mai fand eine Begegnung von Jugendlichen der evangelisch-lutherischen Kirche aus Tbilisi und Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Kirkel statt. Sie waren über einen Schüleraustausch des Saarpfalz-Gymnasiums Homburg zu Gast in der Pfalz.

Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr eröffnete anschließend den 29. Aktionstag für „Hoffnung für Osteuropa“ und erinnerte daran, dass abseits von Gebet und Anwaltschaft für die Schwächsten, auch Geld eine wichtige Rolle spiele für die Arbeit der Diakonie in Osteuropa. Nur wenn die Diakonie arbeiten kann, könne sie die Realität ändern und Hoffnung spenden.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Gedächtniskirchengemeinde zu einem Empfang ein.

Weitere Information können Sie hier lesen:

https://www.diakonie-pfalz.de/aktuelles/nachrichten/nachrichten/der-dreiklang-von-glauben-liebe-und-hoffnung

Interreligiöses Schachturnier

Am 16. und 17. Juni fand im „Schachpalast“ auf Initiative der Staatlichen Agentur für religiöse Angelegenheiten und des georgischen Schachverbandes die erste interreligiöse Schachmeisterschaft statt.   VertreterInnen und Gemeindeglieder aus verschiedenen Kirchen und anderen in Georgien registrierte religiöse Gemeinschaften nahmen daran teil.

Auslöser der Initiative der staatlichen Religionsagentur war der Beschluss des Bildungsministeriums, ab dem nächsten Schuljahr an allen staatlichen Schulen  Schach als ordentliches Unterrichtsfach einzuführen.

Mitglieder unsres Männerklubs der Versöhnungskirche in Tbilisi hat auch daran teilgenommen und einen hervorragenden 4. Platz belegt. Wir sind stolz auf unseren Männerclub!

Zaza Vaschakhmadze, Vorsitzender der staatlichen Agentur für religiöse Angelegenheiten, und Giorgi Giorgadze, Präsident des Schachverbandes Georgiens, überreichten den Gewinnern die Auszeichnungen und dankten allen TeilnehmerInnen für die Teilnahme.

Weitere Information über das Schachturnier gibt es unter folgenden Links:

https://www.facebook.com/ReligiisSaagento/videos/352347507040450

https://www.facebook.com/ReligiisSaagento/videos/740530700602496

Festlichen Gottesdienst am 1. Mai

In einem festlichen Abendmahlsgottesdienst wurde unser zukünftiger Bischof, Rolf Bareis, in unserer Kirche begrüßt. Aus allen unseren georgischen Gemeinden kamen Gemeindeglieder zum zentralen Begrüßungsgottesdienst  der ELKG für Rolf Bareis.

"Konfrontation und Polarisierung müssen überwunden werden"

Neujahrsempfang der Präsidentin Georgiens

Die Staatspräsidentin Georgiens sprach in ihrem Weihnachts- und Neujahrsempfang für die Vertreter der Religionsgemeinschaften in Georgien am 21. Dezember 2021 im Orbeliani Palast über ihre Initiative, um die Spaltungen innerhalb der Gesellschaft Georgiens zu überwinden. „Die Gesellschaft ist müde von der Konfrontation und der Polarisierung und möchte einen Weg aus dieser Sackgasse finden“, sagte Salome Zourabischwili. Sie bat die Religionsgemeinschaften um Unterstützung für diesen Prozeß der Versöhnung, der zu mehr gegenseitiger Achtung führen und die jahrhundertealte Tradition der Toleranz in Georgien wieder neu lebendig machen soll.
Bischof Markus Schoch äußerte sich ebenfalls besorgt über die derzeitigen Entwicklungen im Lande und begrüßte im Namen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Georgien die Bemühungen der Präsidentin. „Ich hoffe, dass die Gesellschaft trotz unterschiedlicher Ansichten wieder zusammen finden kann und wünsche Ihnen für Ihre Anstrengungen viel Geduld und Weisheit. Wir als Lutherische Kirche wollen dazu gerne unseren Beitrag leisten“, betonte Bischof Schoch gegenüber der Präsidentin.

Pfarrer Rolf Bareis als neuer bischöflicher Visitator bestätigt

Nach zwei Jahren wieder eine Tagung der Synode der ELKG

Wegen der Corona-Pandemie konnte die Synode der ELKG zwei Jahre lang nicht mehr zu einer Sitzung zusammen kommen. Auch an der Tagung, die jetzt am 4. Dezember 2021 in Tbilisi stattgefunden hat, konnten die Gemeinden außerhalb Georgiens aufgrund der Reisebeschränkungen leider nicht teilnehmen. Die Synode hat den Haushalt für das Jahr 2022 verabschiedet und gleichzeitig die Rechenschaftsberichte für die vergangenen beiden Jahre beraten.

Die Synode hat bei ihrer Tagung den Beschluss des Präsidiums bestätigt, Pfarrer Rolf Bareis zum bischöflichen Visitator der ELKG zu wählen. Er wird ab dem 1. Mai 2022 alle Aufgaben wahrnehmen, die in der Verfassung für das Amt des Bischofs vorgesehen sind. „Ich bin sehr froh und dankbar, dass wir diese Lösung für meine Nachfolge gefunden haben,“ sagte der scheidende Bischof Markus Schoch, der im Frühjahr 2022 in die Evangelische Landeskirche nach Württemberg zurückkehren wird, in seinem Bericht vor der Synode. „Das ermöglicht einen guten und reibungslosen Übergang und ermöglicht außerdem, dass die Synode und die Gemeinden den neuen Pfarrer als bischöflichen Visitator in aller Ruhe kennen lernen können, bevor dann später die Wahl zum Bischof stattfinden wird.“
Rolf Bareis ist Pfarrer der Evang. Landeskirche in Württemberg und arbeitet derzeit zur Hälfte als Gemeindepfarrer im Kirchenbezirk Heidenheim/ Brenz und zur anderen Hälfte als leitender Obmann des Evangelischen Posaunendiensts in Deutschland (epid). Er ist verheiratet und hat 5 Kinder im Alter von 15-29 Jahren. Die Familie wird zwar nicht mit nach Tiflis kommen, „aber der 'Familienrat' hat meine Kandidatur für den Dienst in der ELKG einstimmig befürwortet,“ so Bareis.

Wechsel im Bischofsamt

Mitteilung der Kirchenkanzlei der ELKG:

Der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Georgien und dem Südlichen Kaukasus (ELKG), Markus Schoch, wurde in der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zum Prälaten (Regionalbischof) der Prälatur Reutlingen gewählt. Die Prälatur Reutlingen umfasst 12 Kirchenbezirke mit 392 Kirchengemeinden und 598.000 Gemeindegliedern. Er wird sein Amt in Reutlingen im Frühjahr 2022 antreten und bleibt bis dahin weiterhin Bischof in Tbilisi.
Das Präsidium der Synode hat beschlossen, die Partnerkirche in Württemberg zu bitten, einen bischöflichen Visitator in den Kaukasus zu entsenden, der die Aufgaben übernehmen kann. Es gibt bereits entsprechende Gespräche und es bestehen gute Aussichten, dass eine geeignete Person im nächsten Jahr aus Württemberg nach Tbilisi kommen kann. Weitere Einzelheiten werden in den kommenden Tagen geklärt werden. Dem Präsidium der Synode ist es wichtig, dass es in der Leitung der Kirche im kommenden Jahr einen guten Übergang geben wird.

Gemeinsames Erntdankfest 2021 in Tbilisi

mit Verabschiedung von KR Klaus Rieth

Normalerweise begehen wir immer an Erntedank unser "Fest für Kirche und Diakonie" mit allen Gemeinden im Garten der Versöhnungskirche. Wegen der Corona-Pandemie konnten wir in diesem Jahr dieses große Fest mit Erwachsenen und Kindern wieder nicht feiern. Wir haben aber alle Gemeinden am Sonntag zu einem gemeinsamen Gottesdienst in die Versöhnungskirche mit anschließendem Mittagessen eingeladen.

Im Rahmen des Gottesdienstes haben wir uns auch von Kirchenrat Klaus Rieth in seiner offiziellen Funktion als Leiter des Referats Mission und Ökumene der Evang. Landeskirche in Württemberg verabschiedet, der zum Jahresende in den Ruhestand tritt und unsere Kirche im Kaukasus über viele Jahre hinweg freundschaftlich begleitet hat.

Das "Hilton" zu Gast in der Versöhnungskirche

Das Hotel „Hilton“ aus Batumi war Ende Juni 2021 auf einer Werbetour in Tbilisi und hat dabei zur Freude des Frauenkreises mit seinem „food-truck“ auch Station gemacht im Kirchengarten der Versöhnungskirche. Der General Manager des Hilton, Torsten Weller, sagte, dieser Besuch sei ein Zeichen der Wertschätzung der Arbeit unserer Kirche, in der Menschen Fürsorge und Unterstützung untereinander und für andere Menschen leisten.

Der Herr ist wahrhaftig auferstanden!

Ostern 2021 in den Gemeinden der ELKG

 

Es ist das zweite Osterfest in Pandemie-Zeiten, das wir in unserer Kirche gefeiert haben. In diesem Jahr konnten wir in Georgien Gott sei Dank wieder zu Gottesdiensten in unseren Kirchen und Gemeindehäusern zusammen kommen. Auch die Sonntagsschulen in den Gemeinden haben das Osterfest mit Kindern und Eltern fröhlich und festlich begangen. Alle haben sich gefreut, dass das gemeinsame Feiern wieder möglich war.

Weitere Bilder und Eindrücke finden Sie auf der facebook-Seite der Sonntagsschule.

Kreuzweg-Andacht in der Versöhnungskirche

Karfreitag 2021

Weltgebetstag 2021 in Georgien

In diesem Jahr hatten Frauen aus Vanuatu die Liturgie für den Weltgebetstag vorbereitet. In Georgien haben die Gemeinden aus Tbilisi und Rustawi am Freitag, den 5. März in der Versöhnungskirche gemeinsam gefeiert, wegen der Pandemie teilweise auch an der frischen Luft im Kirchengarten. Auch die Kinder der Sonntagsschule haben den Weltgebetstag begangen.

Ökumenischer Gottesdienst für die Einheit der Christen

Am Freitag, den 22. Januar 2021 fand in der Evangellich-Lutherischen Versöhnungskirche in Tbilisi ein Ökumenischer Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen statt. In diesem Jahr konnten leider nur die Liturgen und unser Chor direkt in der Kirche teilnehmen, alle anderen konnten den Gottesdienst über das Internet mitfeiern.
Beten Sie gemeinsam mit uns und mit den Brüdern und Schwestern aus der katholischen, armenischen und baptistischen Kirche:

Der Ökumenische Gottesdienst zur Einheit der Christen ist in georgischer Sprache. Wer den Gottesdienst in deutscher Sprache mitverfolgen will, kann die Liturgie, Lesungen und Gebete in einem pdf-Dokument auf Deutsch lesen.

 
Weitere Meldungen und Berichte aus dem Gemeindeleben, sowie die älteren Ausgaben des "Kirchenboten" finden Sie in unserem "Archiv"

Wort an die Gemeinden

zum Krieg in der Ukraine

Gegen Hass und Intoleranz

Erklärung des Rats der Religionen zur Massengewalt am 5./6. Juli 2021


Den vollständigen Text und die unterzeichnenden Religionsgemeinschaften finden Sie auf der Seite des „public defender“ in georgischer und in englischer Sprache.

Empfehlungen des Ombudsman zur Religionsfreiheit

Am 24. September 2020 hat der „Public Defender (Ombudsman) of Georgia“, Nino Lomjaria, gemeinsam mit dem Rat der Religionen die neuen Empfehlungen an die Regierung und das Parlament im Zusammenhang mit der Religionsfreiheit und den religiösen Minderheiten in Georgien vorgestellt. Diese Empfehlungen können Sie hier in Georgischer und in Englischer Sprache lesen.

Religionsfreiheit und Restitutionspolitik in Georgien

Neue Veröffentlichungen des Tolerance and Diversity Institute (TDI)

 

Das "Tolerance and Diversity Institute" (TDI), eine georgische Nicht-Regierungs-Organisation, hat im Mai 2020 einen Bericht über den aktuellen Stand der Glaubens- und Relgionsfreiheit in Georgien veröffentlicht. Sie können diesen Bericht als pdf-Dokument hier in Englischer und in Georgischer Sprache finden.

Am 30. Juli 2020 wurde ein Dokument über die Restitutionspolitik in Georgien veröffentlicht. Es enthält auch wichtige Informationen über unsere Evangelisch-Lutherische Kirche in Georgien und kann hier als pdf-Dokument in Englischer und in Georgischer Sprache gefunden werden.

Video-Andachten

In der Zeit der Corona-Pandemie konnten wir aufgrund der Beschränkungen über einige Wochen und Monate keine Gottesdienste in unseren Gemeinden feiern. Wir haben in dieser Zeit Video-Andachten aufgenommen, die Sie hier sehen können.

Andacht zum Jahreswechsel

Hilfen für Familien und Kinder

Broschüre von Unicef erschienen

 

Von der derzeitigen Krise sind besonders auch Familien und Kinder betroffen. Unicef Georgia hat daher einen speziellen Ratgeber für den Umgang mit dieser Situation herausgegeben, den Sie hier als pdf-Dokument ansehen können (in Englischer und in Georgischer Sprache).

© Evangelisch-Lutherische Kirche in Georgien und dem Südlichen Kaukasus

Terenti Graneli 15, 0102 Tbilisi